Therapie

Gelenkerkrankungen und Folgeschäden galten bislang als nicht wiederherstellbar und unheilbar; zur Behandlung gab es wenige Optionen außer der Linderung der Symptome und der Hemmung der Entzündung im Gelenk.

Die Zukunft der Gelenktherapie: Stammzelltherapie

Stammzelltherapie ist ein medizinisches Therapieverfahren, bei dem Stammzellen der zentrale Bestandteil der Behandlung sind. Ein weltweit führendes Team aus Wissenschaftlern und Forschern, die auch Pferdetierärzte sind, haben eine Möglichkeit entwickelt, Gelenkentzündungen bei Pferden mit speziellen, vorprogrammierten Stammzellen zu behandeln; strenge Zulassungsregularien sorgen dafür, dass bislang nur ein zugelassenes Stammzellenprodukt auf dem deutschen Markt hierfür erhältlich ist. Es handelt sich dabei um ein gebrauchsfertiges, tiermedizinische Stammzellprodukt in höchster, geprüfter Qualität mit wissenschaftlich nachgewiesener Wirksamkeit und Sicherheit.

Regeneration und Rückkehr der Belastbarkeit

Eine Behandlung mit Stammzellen ist eine Injektionstherapie, die bei einer geringen bis mittelgradigen Lahmheit effektiv angewendet wird. Stammzellen, die im Labor auf die Zellen der Gelenkknorpellinie „vorprogrammiert“ wurden, wirken nach der Injektion im Gelenk entzündungshemmend, fördern die Produktion von Knorpelgrundsubstanz, aktivieren knorpelschützende Mechanismen sowie die Regeneration des Knorpels und können oftmals eine Rückkehr auf ein früheres Niveau ermöglichen.

Weitere Informationen zu Stammzellen und ihre Funktionsweise finden Sie hier.
Fallberichte aus der Praxis über die Behandlung mit Stammzellentherapie finden Sie hier

Wirkweise von Stammzelltherapie

Bei der Stammzelltherapie werden die im Labor vorbereiteten Stammzellen in das betroffene Gelenk des Pferdes injiziert und regen so den Knorpel an, sich zu erneuern und widerstandsfähiger zu werden. Dies bedeutet letztlich nicht nur das Unterbrechen eines bereits vorhandenen Entzündungsfortschritts, sondern sogar auch eine mögliche Wiederherstellung des Gelenks.

  • Das Gelenk bekommt eine echte Chance zu regenerieren, widerstandsfähiger zu werden und seine Funktion wieder voll zu erfüllen!

Ablauf der Stammzelltherapie

Vorbereitung des zu behandelnden Pferdes:

  • Keine Kombination mit anderen Präparaten, die ins Gelenk gespritzt wurden bzw. werden.
  • Wartezeit nach einer Arthroskopie: 7 Tage.
  • Wartezeit nach Anästhesie, die in die Gelenkhöhle gegeben wurde: mind. 24 Stunden.
  • Gabe eines Entzündungshemmers ist gleichzeitig möglich.

Verabreichung: Das Präparat wird steril direkt in das Gelenk injiziert.

Anschließend: 3 Tage Boxenruhe und ausschließliche 4 Tage Schrittphase, danach den mit dem Tierarzt besprochenen Reha-Plan einhalten und eine Nachuntersuchung nach 3-4 sowie nach 6 Wochen wahrnehmen.

Vorteile der Stammzelltherapie

  • Es gelangt gebrauchsfertig zum zu behandelnden Pferd. Es sind keine Eingriffe an dem bereits belasteten Tier oder eine zeitintensive Aufbereitung im Labor notwendig.
  • Eine Therapie mit Stammzellen behandelt die Erkrankung, nicht nur die Symptome!
  • Geprüfte Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit